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Rechtsmilchsäure

1870 entdeckte der Apotheker Carl Wilhelm Scheele die Milchsäure, deren Struktur drei Jahre später von Johannes Wislicenus aufgeklärt wurde. In der Lebensmittelindustrie wird sie noch heute als Konservierungsmittel verwendet, wenn sie hemmt das Wachstum anaerober Bakterien. Im Körper ist die Milchsäure ein Zwischenprodukt des Kohlenhydratstoffwechsels.

 

Rechtsdrehende Milchsäure

kommt im Schweiß, Blut, im Muskelserum, der Niere und der Galle vor. Bei intensiver Muskelarbeitunter anaeroben Bedingungen häuft sich Milchsäure im Muskelgewebe an, die lange Zeit für denMuskelkater verantwortlich gemacht wurde. Inzwischen ist es eine anerkannte Tatsache, dass die uskelschmerzen durch feinste Mikrorisse in der Muskulatur entstehen. Weniger bekannt ist, dass ür den Organismus Milchsäure nicht gleich Milchsäure ist.

 

Spiegelbilder mit großen Unterschieden

Milchsäure gibt es in zwei Formen (Enantiomere), der rechtsund der linksdrehenden Milchsäure. Sie unterscheiden sich in ihrer Konfiguration am mittleren Kohlenstoffatom. Deshalb haben die Enantiomere
eine unterschiedliche räumliche Struktur – sie verhalten sich wie Bild und Spiegelbild.

 

 Auch wenn sie im Reagenzglas identisch aussehen und mit Chemikalien auf gleiche Weise reagieren, wirken sie auf den Organismus völlig unterschiedlich. Das Rechtsmilchsäuremolekül wird von den Stoffwechselenzymen rkannt, weil seine Raumstruktur in das Enzymprotein passt, wie der richtige Schlüssel in das Türschloss. Das linksdrehende Enantiomer kann nicht verstoffwechselt werden, reichert sich an und übersäuert das Gewebe. Die Zufuhr linksdrehender Milchsäure kann übrigens in größeren Mengen gesundheitsschädlich sein und zu neurologischen Symptomen, Bewusstseinseintrübungen und Verhaltensveränderungen führen.

 

L(+)Milchsäure

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